max_Schulprogramm

Juni 2009

4. überarbeitete Fassung August 2015

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 

1. Wer wir sind 

2. Unterrichtliche Besonderheiten

3. Fachübergreifende Projekte und Module

4. Fördern und Fordern

5. Beratungsangebote

6. Kooperationen

7. Leben in der Schule 

8. Ausblick – Arbeitsschwerpunkte 


Vorwort

Mit der Errichtung der Gesamtschule Bocklemünd im Jahr 1981 wurde das Pädagogische Konzept grundgelegt. Die Erstfassung des Schulprogramms wurde von der Schulkonferenz am 27. Mai 1999 verabschiedet. Seitdem findet eine kontinuierliche Fortentwicklung statt. Die zuletzt vorgelegte schriftliche Überarbeitung des Schulprogramms stammt aus dem Jahr 2013. Das vorliegende Schulprogramm zeigt Veränderungen bis zum August 2015 auf.

Es dokumentiert zum einen den derzeitigen Stand der Gestaltung des Schullebens, zum anderen zeigt es Entwicklungslinien auf.

Dieses Schulprogramm soll einen Überblick vermitteln, den roten Faden verdeutlichen und Vernetzungen erkennbar machen.

Detailliertere Informationen zu einzelnen Punkten können Interessierte über die Homepage der Schule abrufen (www.megkoeln.de).

1. Wer wir sind

Seit ihrer Gründung ist unsere Schule – die Max-Ernst-Gesamtschule –

M

E

G

fester Bestandteil der Kölner Schullandschaft im Nord-Westen der Stadt; hier leben und arbeiten rund tausend Menschen miteinander: Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung.

Hinweis: Im Folgenden wird auf die geschlechterspezifische Verwendung einzelner Begriffe aus Gründen der Lesbarkeit weitgehend verzichtet. Selbstverständlich sind stets beide Geschlechter gemeint und angesprochen.

1.1 Leitlinien und Selbstverständnis

M – miteinander leben lernen

Der Buchstabe „M“ steht für das Grundverständnis der Gesamtschule, dass Menschen das Miteinander – Leben nur miteinander lernen können.

Es geht darum, Verschiedenartigkeit kennen zu lernen und dabei die Einzigartigkeit jedes Menschen im Miteinander zu respektieren.

Unsere Schülerschaft kommt aus verschiedenen Stadtteilen Kölns und den umliegenden Gemeinden. Verschiedenartigkeit besteht im Hinblick auf Herkunft, Begabungen, Interessen, Leistungsvermögen und die Individualität jedes einzelnen.

Diese Vielfalt spiegelt sich in der bewusst heterogenen Zusammensetzung aller Klassen, Lerngruppen und der einzelnen Tischgruppen wider.

Seit dem Schuljahr 2012/13 werden im Gemeinsamen Lernen (GL) Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf miteinander unterrichtet.

Seitdem sind auch Sonderpädagogen Teil der Jahrgangsteams. Sie gehen auf den besonderen Förderbedarf der Kinder im GL ein und unterstützen die Klassen- und Fachlehrer.

Funktionieren kann eine solch vielfältige Gemeinschaft nur, wenn sich alle auf gemeinsame Regeln des friedlichen Zusammenlebens und respektvollen MiteinanderUmgehens verständigen.

Lehrer und Schüler müssen sich des gemeinsamen Grundverständnisses dieser Regeln und möglicher Konsequenzen bei Verstößen immer wieder neu vergewissern.

Unsere Schule sieht sich in enger Zusammenarbeit mit dem Elternhaus ihrem Erziehungsauftrag verpflichtet.

E – eigenständig und selbstverantwortlich handeln lernen

Unser Ziel ist es, Schülern Hilfen zu geben, damit sie den lebenslangen Prozess des Lernens zunehmend eigenständig gestalten und steuern können.

Sie werden darin unterstützt, Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen und dies durch aktive Beteiligung am Schulleben zu verwirklichen.

Erziehung zur Eigenständigkeit geschieht durch Wahlmöglichkeiten. In einer Ganztagsschule entscheiden Schüler über ihren Kurs im Wahlpflichtbereich, über Arbeitsgemeinschaften, Zertifikatskurse, die Gestaltung des Offenen Arbeitens in den Modulen und des Arbeitsprozesses in den Lerninseln.

Dieser Prozess wird in besonderer Weise durch die beiden Klassenlehrer, die Schülerhilfe und die unterschiedlichen Beratungsteams der Schule begleitet.

Das nötige Instrumentarium zur Steuerung des eigenen Lernens wird nicht nur im Fachunterricht sondern auch in fachübergreifenden/ fächerverbindenden Projekten und Modulen vermittelt, die fachliches und methodisches Lernen und die Stärkung der Persönlichkeit zum Ziel haben.

G – große und kleine Talente finden und fördern

Ein weiteres Ziel unserer Schule ist es, alle Schüler darin zu unterstützen, den Schulabschluss zu erlangen, der ihren Fähigkeiten entspricht.

Fördern und Fordern stellen dabei einen Schwerpunkt unserer Arbeit dar.

Es geht darum, Schwächen und Stärken zu erkennen, zu fördern und auch zu fordern.

Der Name unserer Schule, Max Ernst, bringt einen Schwerpunkt des pädagogischen Konzepts zum Ausdruck: Kinder und Jugendliche sollen lernen, nicht nur durch Zahlen, Wörter und Begriffe die Welt zu begreifen. Künstlerische Betätigung im weitesten Sinne kann Reales spielerisch umdeuten und verfremden und so Wirklichkeit wahrnehmen lassen. Nicht nur Logik und Rationalität, sondern auch Kreativität, Gefühl, Phantasie und Witz sind wichtige „Lebenstechniken”. Problemlösendes Denken wird damit wesentlich unterstützt.

1.2 Innerschulische Strukturen

Dezentrale Gliederung

Die Schule ist dezentral gegliedert, um den jeweiligen Bedingungen der Altersstufen besser gerecht werden zu können. So können viele Entscheidungen schülerorientiert getroffen werden.

Die einzelnen Jahrgangsstufen – fünf Parallelklassen (seit 2014, bis dahin sind vier Parallelklassen gestartet) sowie das zugeordnete Lehrerteam – bilden eine pädagogische Einheit. Sie sind räumlich so untergebracht, dass die Schüler sich über die Klasse hinaus immer wieder in ihrer Jahrgangsstufe als Großgruppe erfahren können. Schüler und Lehrer haben damit einen gemeinsamen Bereich, der überschaubar ist und in dem Verantwortung gemeinsam getragen werden kann.

Um den Schülern einen stabilen Beziehungsrahmen zu bieten, leiten bis einschließlich der Jahrgangsstufe 10 jeweils zwei Lehrer gemeinsam die Klasse. Sie sind mit möglichst vielen Stunden in ihrer Klasse tätig. Zunehmendes Alter und äußere Differenzierung nach Leistung und Neigung erweitern diesen Bezugsrahmen stetig. Die Gliederung in kleine, überschau- bare Einheiten setzt sich in den Klassen der Sekundarstufe I mit den Tischgruppen fort. Innerhalb dieser Kleingruppen werden Maßnahmen der inneren Differenzierung und des sozialen Lernens miteinander verbunden.

Auch in der Jahrgangsstufe 11 (EF) wird das Klassenlehrerprinzip fortgesetzt. Hierdurch sollen bewährte Strukturen fortgeschrieben werden. Durch die Begleitung wird aber auch der Start – mit besonderem Blick auf die Neueinsteiger von anderen Schulen unterstützt.

Kooperation

Die Gliederung der Schule in Jahrgänge erfordert eine enge Zusammenarbeit der Lehrer sowohl auf Fachgruppen- als auch Jahrgangsebene in folgenden Bereichen:

  • Planung und Auswertung des Unterrichts
  • Erstellung von Klassenarbeiten, Leistungsbewertung
  • pädagogische Absprachen
  • Gestaltung der Freizeit durch Arbeitsgemeinschaften und besondere Freizeitvorhaben

Jeder Lehrer gehört dem Jahrgangsteam an, in dem der Schwerpunkt seines Unterrichtseinsatzes liegt, und nimmt an den regelmäßigen Jahrgangsbesprechungen teil.

Die Schulleitung trifft sich regelmäßig mit den gewählten Jahrgangssprechern, um übergrei- fende Fragen zu erörtern und Anträge an die Lehrerkonferenzen vorzubereiten.

Die gewählten Jahrgangssprecher leiten die Jahrgangsbesprechungen und koordinieren mit den Abteilungsleitern die organisatorischen Aufgaben des Jahrgangs.

Transparenz

Kooperation setzt Information voraus. Deshalb erscheint wöchentlich die „MaxPress“, in der Schulleitung sowie alle in der Schule Tätigen Informationen veröffentlichen.

Wichtiges, Aktuelles, Interessantes, Erwähnenswertes wird durch dieses Informationsblatt verbreitet und mitgeteilt.

Fortbildung

Auf der Grundlage des Standes der Schulentwicklung und von Wünschen der Fachgruppen, Jahrgänge sowie Vorgaben der Schulleitung wird jeweils für ein Schuljahr ein Fortbildungsplan erstellt und durch die Schulentwicklungsgruppe koordiniert.

Entscheidungen über die Finanzierung von schulinternen bzw. Einzelfortbildungen werden nach dem Stand der konkreten Anliegen und Anmeldungen getroffen. Der Lehrerrat erhält Einsicht.

2. Unterrichtliche Besonderheiten

Die Stundentafel entspricht den allgemeinen Vorgaben des Schulministeriums. Die Besonderheiten werden im Folgenden dargestellt.

2.1 Unterrichtszeiten

Unterrichtsbeginn ist um 8.00 Uhr.

Gesicherte Ganztagsbetreuung an der MEG bedeutet, dass die Schüler der Sekundarstufe I in der Regel an drei Tagen (Montag, Mittwoch und Donnerstag) bis 16.00 Uhr in der Schule sind.

Dienstag und Freitag endet für die Sekundarstufe I der Unterricht in der Regel um 13.20 Uhr.

Einer der Nachmittage im Ganztag ist mit Angeboten von verschiedenen Arbeitsgemeinschaften belegt, an den anderen findet Fachunterricht statt (siehe 7.2).

Daneben sind im Rahmen des Ganztagskonzepts in den Wochenablauf Freiarbeitsstunden (nur noch Jg. 10) bzw. Lerninseln zum individuellen und differenzierten Arbeiten in den Fächern D, M, E und Modulblöcke zur fachübergreifender Förderung (siehe Kapitel 4) fest integriert.

2.2 Gemeinsames Lernen

In den Klassen 5 – 9 werden unsere Schüler im Gemeinsamen Lernen unterrichtet. (Der weitere Ausbau erfolgt sukzessive durch Aufnahmen von Kindern mit und ohne Förderbedarf jeweils in die neuen 5. Klassen.) Entsprechend unserer Leitidee einer ‚Schule der Vielfalt‘ (s. 1.1) betrachten wir Inklusion als Gewinn für unsere Schule, da hierdurch auch die Toleranzfähigkeit und soziale Kompetenz aller Beteiligten gefördert wird: Nur in einem sozialen Miteinander können Inklusion und erfolgreiches Lernen gelingen. Dabei schließt unsere Idee der Inklusion alle Kinder in ihrer Unterschiedlichkeit ein.

In der unterrichtlichen Praxis bedeutet Inklusion auch Individualisierung und Flexibilität. Vorhandene Strukturen unserer Schule wie z.B. das Förderkonzept (s. 4.1) oder das Tischgruppenprinzip (s. 4.3.2) fördern das Gemeinsame Lernen in den Klassen: das Förderkonzept folgt den Grundprinzipien der Individualisierung und Differenzierung, in den Tischgruppen wird das soziale Miteinander täglich gefordert und muss daher eingeübt werden.

2.3 Wahlpflichtbereich

Im Jahrgang 6 beginnt mit drei Stunden der Wahlpflichtbereich. Das aus diesem Bereich gewählte Fach gehört zu den Hauptfächern und wird durchgehend bis zum Ende der Sekundarstufe I unterrichtet.

Bei der Wahl sollten Interesse und Leistungsvermögen berücksichtigt werden. Die Klassenlehrer beraten Eltern und Kinder bei der zu treffenden Wahl. Erste Pfade werden im Hinblick auf mögliche Abschlüsse gelegt. Allerdings stellt die Wahl zu diesem Zeitpunkt diesbezüglich noch keine endgültige Festlegung dar, da zwar für das Erlangen der Allgemeinen Hochschulreife eine zweite Fremdsprache erforderlich ist, es an unserer Schule jedoch zwei weitere Möglichkeiten gibt, diese Fremdsprache zu wählen (siehe 2.4 Fremdsprachenangebote).

Zur Wahl stehen folgende Fächer / Lernbereiche:

  • Französisch oder Latein als zweite Fremdsprache
  • Naturwissenschaften (Biologie / Chemie / Physik)
  • Arbeitslehre (Technik / Wirtschaft / Haushaltslehre)
  • Darstellen und Gestalten (D&G)

Das Fach D&G ergänzt das Pflichtangebot. Hier werden Körperausdruck und Bewegung trainiert; es wird fotografiert, mit Instrumenten und Geräuschen experimentiert, Masken werden gebaut, Kulissen entworfen etc.

Im Rahmen regelmäßiger Werkstattabende präsentieren alle Kurse jährlich die Ergebnisse ihrer Arbeit.

2.4 Fachleistungsdifferenzierung

In der Gesamtschule erfolgt eine Leistungsdifferenzierung durch die Zuweisung der Schüler in Grund- und Erweiterungskurse. Ab dem 7. Jahrgang erfolgt die Zuweisung in den Fächern Mathematik und Englisch, ab dem 8. Jahrgang zusätzlich im Fach Deutsch. Die Schüler werden dann für zwei bzw. drei Jahre in leistungsgemischten Gruppen unterrichtet. An der Max-Ernst-Gesamtschule werden dazu verstärkt binnendifferenzierende Maßnahmen ergriffen, die durch besondere methodische Vorgehensweisen und differenzierendes Material die individuelle Förderung im Klassenverband bei gleichzeitiger Zuweisung in Erweiterungs- und Grundkurse ermöglichen.

Im Fach Mathematik und Englisch wird ab dem Jahrgang 9 auch äußerlich differenziert ebenso wie im Fach Chemie, das die Differenzierung nur in den Klassen 9 und 10 durchführt.

2.5 Fremdsprachenangebote

Unsere Sprachenfolge

Jahrgang 5: Englisch

Jahrgang 6: Französisch oder Latein (Wahlpflichtbereich I)

Jahrgang 8: Intensivkurs Französisch

Jahrgang 11: Spanisch neueinsetzend, Latein fortgeführt, Französisch fortgeführt (Schüler, die im sechsten bzw. achten Schuljahr mit Französisch begonnen haben, besuchen gemeinsam diesen Kurs), Englisch fortgeführt

Für die Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 wird ein zweistündiger Spanischclub im Rahmen der Zertifikatskurse angeboten.

Zur Vorbereitung auf die Sprachprüfung in Französisch (DELF) erhalten alle Schüler des Französischkurses ein halbes Jahr lang eine zusätzliche Unterrichtsstunde (siehe 4.9).

2.6 Ergänzungsstunden/Fachunabhängige Module (FuMo)

Der Gesetzgeber hat in Nordrhein – Westfalen mit dem neuen Schulgesetz den Wahlpflichtbereich II abgeschafft und den Schulen gleichzeitig einen Pool von Stunden zur Verfügung gestellt, die für die Förderung der Schüler genutzt werden sollen. Dabei haben die Schulen einen großen Gestaltungsfreiraum, wie sie die Stunden verwenden. Ein Teil dieser Stunden ist an unserer Schule in die Fachunabhängigen Module eingeflossen, die unabhängig von einem konkreten Unterrichtsfach den Schülern, geordnet nach verschiedenen Schwerpunktbereichen, die Möglichkeit eröffnen ihre Talente zu entdecken und zu entfalten. (siehe auch 4.5).

Die zweite Fremdsprache liegt stundenplantechnisch parallel zu den Modulen. Bei einer Fehlwahl kann i. d. R. im ersten Jahr gewechselt werden.

2.7 Berufsorientierung

Einen Überblick über die einzelnen Bausteine des Konzeptes der Berufsorientierung innerhalb der Sekundarstufen I und II bieten die beiden folgenden Übersichten (siehe auch 5.2 und 5.3)

2.7.1 Übersicht: Module der Berufsorientierung in der Sekundarstufe I

Die Übersicht auf der folgenden Seite gibt einen Überblick über die einzelnen Bausteine der Berufsorientierung in der Sekundarstufe I, die tabellarische Übersicht auf der Folgeseite informiert entsprechend über die Angebote in der Sekundarstufe II. Die Berufswahlkoordinatoren der Schule begleiten die Umsetzung der einzelnen Bausteine und sorgen für deren Vernetzung.

2.7.2 Programm zur Studien- und Berufswahlorientierung in der Sekundarstufe II:

Jahrgang 11



(EF)

individuelle Beratung (nach Bedarf / Interesse / Notwendigkeit) durchgeführt von dem für
unsere Schule zuständigen Ansprechpartner der Bundesagentur für Arbeit
Informationsveranstaltung für Schüler und Eltern in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit
Jahrgang 12

 

(Q1)

dreitägiges Seminar zur Studien- und Berufswahlorientierung („Zukunft wagen – Zukunft planen“) Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach unter Leitung fachkundiger Moderatoren
individuelle Beratung (nach Bedarf / Interesse/ Notwendigkeit) durchgeführt von dem für unsere Schule zuständigen Ansprechpartner der Bundesagentur für Arbeit
Info-Veranstaltung zum Studium (inkl. Besuch einer Vorlesung) Uni Köln / FH Köln
„Uni goes to school“ Dozenten div. Fachrichtungen; organisiert von der „Bürgerstiftung Ehrenfeld“
in Planung: Info-Veranstaltung über div. Berufe (ehemalige SuS informieren über ihre Ausbildung / ihr Studium / ihren Beruf) ehemalige Schüler unserer Schule
Jahrgang 13

 

(Q2)

individuelle Beratung (nach Bedarf / Interesse / Notwendigkeit) unsere Schule zuständigen Ansprechpartner der Bundesagentur für Arbeit
„Uni goes to school“ Dozenten div. Fachrichtungen; organisiert von der „Bürgerstiftung Ehrenfeld“
Berufs- und Studieninformation für Abiturienten durchgeführt von dem für unsere Schule zuständigen Ansprechpartner der Bundesagentur für Arbeit

2.7 Oberstufenprofil

In der gymnasialen Oberstufe werden als Leistungskurse neben den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik die Fächer Kunst, Biologie und Geschichte angeboten.

Eine Koppelung besteht zwischen dem Leistungskurs Kunst und einem Grundkurs Geschichte. Bei der Wahl des Leistungskurses Biologie besteht die Pflichtbelegung eines Grundkurses Chemie in der Einführungsphase.

Die fachübergreifende Zusammenarbeit geschieht u.a. in ganztägigen gemeinsamen Projekten.

2.8 Internationale Klasse

Seit August 2014 verfügt unsere Schule über eine Internationale Klasse (sog. Vorbereitungsklasse). In dieser Klasse werden altersübergreifend max. 18 Schüler der Sekundarstufe I unterrichtet, deren Deutschkenntnisse die Teilnahme am Regelunterricht nicht ermöglichen und die z.T. auch noch nicht alphabetisiert sind. Grundgedanken der Arbeit in dieser Klasse sind, dass die Schüler kulturelle Vielfalt in der Schule erleben und Lebensweisen in Deutschland kennen lernen.

Nach individueller Beurteilung des Entwicklungsstands durch die unterrichtenden Lehrer werden die Schüler schrittweise in die entsprechenden Regelklassen integriert und nehmen am regulären Schulunterricht teilnehmen.

3. Fachübergreifende Projekte und Module – überfachliches Lernen

Innerhalb des Schuljahres gibt es feste Zeiten, in denen das übliche Unterrichtsraster aufgehoben wird, um fachübergreifende bzw. fachunabhängige Kompetenzen vermitteln zu können.

Zwei Projektwochen werden durchgeführt, die jedoch ganz unterschiedliche Inhalte und Ziele verfolgen:

Dies ist zum einen die „Klassenwoche“ (s. 3.1) vor den Herbstferien, zum anderen die Projektwoche („ProWo“) (s. 3.2) vor den Sommerferien.

Daneben sind weitere einzelne Projekttage im Jahresterminplan festgelegt.

Es finden ferner sog. MEG-Tage (s. 3.3) statt. Dies sind Tage, die vor allem dem sozialen und methodischen Lernen dienen.

Bausteine überfachlichen Lernens:

Jahrgang Thema / Inhalt Zeitraum
     
5 Basiskompetenzen (Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitsmaterialverwaltung) 1. MEG-Tag zweiter Schultag
  Arbeitstechniken (Modul ‚Lernen lernen‘) 1. Quartal
  Klassenfahrt: Förderung der Klassengemeinschaft Klassenwoche
  Einführung in die Gruppenarbeit 2. MEG-Tag
  Einführung in das Mindmapping 3. MEG-Tag
     
6 Wiederholung Basiskompetenzen (s.o.)Sozialtraining / Schul-, Klassenregeln, Begrüßung der neuen Fünftklässler Ausblick auf das neue Schuljahr 1. MEG-Tag
  Gesundheitsförderung 1: Ernährung- Bewegung-Erste Hilfe Klassenwoche
  Prävention: Cybermobbing 2. MEG-Tag
  Gesundheitsförderung 2: Sexualität 3. MEG-Tag
     
7 Wiederholung Basiskompetenzen (s.o.)Sozialtraining / Schul-, KlassenregelnAusblick auf das neue Schuljahr 1. MEG-Tag
  Selbstbehauptung/Gewaltprävention (zur Erprobung 2015 im Rahmen einer Klassenfahrt) Klassenwoche
  Strategien zur Literaturrecherche:Stadt-, Stadtteilbibliothek(-en) – Vorbereitung des 3. MEG-Tags 2. MEG-Tag
  Präsentation vor Ort: Köln – Stadt – Einblicke 3. MEG-Tag
8 Wiederholung Basiskompetenzen (s.o.)Sozialtraining / Schul-, Klassenregeln / Ausblick auf das neue Schuljahr 1. MEG-Tag
  Gesundheitsförderung 3: Suchtprävention Klassenwoche
  Kommunikationsregeln 2. MEG-Tag
  Einführung in die Filmanalyse 3. MEG-Tag
     
9 Ethiktag I: Leitlinien des Umgangs miteinander 1.MEG-Tag
  Berufsorientierung Klassenwoche
  Ethiktag II: Politisches/gesellschaftliches Engagement 2. MEG-Tag
  Gesundheitsförderung 4: Sexualität – Verhütung – Gesundheit 3. MEG-Tag
     
10 Ethiktag III: Zivilcourage erster Schultag
  Abschlussfahrt Klassenwoche
  Erkundung eines außerschulischen Lernortes: NS-Dokumentationszentrum Köln 2. MEG-Tag
  Internetrecherche / Power-Point-Präsentation: Nationalsozialismus in Köln 3. MEG-Tag
  Vorbereitung auf die Oberstufe (Lerntechniken, Arbeitsmethoden) Projektwoche
     
EF Teambildung I 1. MEG-Tag
  Teambildung II; Einführung in das „mobile Büro“ Klassenwoche
  Erweiterung Lesekompetenz: Lesestrategien, -techniken/ Textanalyse 2. MEG-Tag
  Einführung in die Filmanalyse II 3. MEG-Tag
     
Q1 Ausblick auf das neue Schuljahr/Vorbereitung der Klassenwoche 1. MEG-Tag
  Berufsvorbereitungsseminar; Workshop Facharbeit Klassenwoche
  Verfassen der Facharbeit 2. MEG-Tag
  Berufsvorbereitung 3. MEG-Tag
     
Q2 Ausblick auf das neue Schuljahr/Vorbereitung der Studienfahrt 1. MEG-Tag
  Studienfahrt Klassenwoche
  Training: Das mündliche Abitur 2. MEG-Tag

Zwei im Jahresterminplan verankerte Exkursionstage werden von den einzelnen Klassen individuell gestaltet.

Auch während der Modulstunden (Module 5-7/FuMo in Jahrgang 8 und 9), die einen wichtigen Bestandteil innerhalb der Unterrichtsstruktur darstellen, wird teilweise fachübergreifend bzw. fächerverbindend gearbeitet. Ein wesentlicher Faktor stellt in diesem Zusammenhang das selbstständige Arbeiten der Schüler dar (s. auch 7.3).

3.1 Klassenwoche

Zwei Wochen vor den Herbstferien eines jeden Jahres findet die Klassenwoche statt. Sie wird innerhalb der einzelnen Jahrgangsstufen durchgeführt und hat jeweils ein festes Rahmenthema.

Themen der Klassenwochen

Jg.5: Klassenfahrt – Förderung der Klassengemeinschaft

Jg.6: Gesundheitsförderung I: Ernährung – Bewegung – Erste Hilfe

Jg.7: Selbstbehauptungstraining/Gewaltprävention

(zur Erprobung 2015 im Rahmen einer Klassenfahrt)

Jg.8: Gesundheitsförderung III: Suchtprävention

Jg.9: Berufserkundungswoche

Jg.10: Abschlussfahrt

Jg.11: Teambildung II; Einführung ‚mobiles Büro‘

Jg.12: Berufsvorbereitungsseminar; Workshop ‚Facharbeit‘

Jg.13: Studienfahrt

3.2 Projektwoche

Die „ProWo“ findet in der vorletzten Woche vor den Sommerferien statt.

Nicht nur das Stundenraster, sondern auch der Klassenverband und die Zuordnung zu den Jahrgängen werden aufgehoben.

Es werden sehr unterschiedliche Projekte von Lehrern, z.T. auch von älteren Schülern, Eltern und in Kooperation mit außerschulischen Partnern angeboten, die während der Woche bearbeitet und deren Ergebnisse beim Projektwochenfest am Samstag der Schulgemeinde präsentiert werden.

Einige Beispiele aus vergangenen Projektwochen:

Tennis Digitale Dunkelkammer Wir lieben Schokolade Wir sind Kinder einer Welt
Musikvideo Karneval Buntes Leben rund ums Wasser Abenteuer Kanutour
Patenausbildung Digitale Bildbearbeitung Singen Abenteuer Natur – Bewegung
Manga Sanitäterausbildung Internationale Küche Ein ganz anderes Leben – Leben mit Behinderung
Drachenbau Rund um die Zukunft Akrobatik und Sport Global kids

Innerhalb des sozialen Gefüges der Schulgemeinschaft hat diese Woche einen wichtigen Stellenwert.

Lehrer und Schüler können sich in dieser Zeit im Entdecken von Neigungen und Fähigkeiten neu und anders erfahren.

Die Präsentation des Projektes beim abschließenden Projektfest bietet Motivation und weckt Fähigkeiten und Kräfte.

Auch und gerade die von älteren Schülern angebotenen Projekte ermöglichen im geschützten Raum (Lehrer stehen als Berater zur Verfügung) die Entwicklung eines hohen Maßes an Selbstständigkeit und Verantwortung.

Die Schule präsentiert sich beim Projektfest der Öffentlichkeit.

Auch die künftigen Fünftklässler sind an diesem Tag eingeladen; sie werden begrüßt und lernen die Schulgemeinschaft, ihre künftigen Klassenlehrer und den Klassenraum kennen.

3.3 Methodentraining

Auf der Grundlage vorhandener Konzepte zu den Themen „Lernen lernen“ und „Soziales Lernen“ wurde ein Methodencurriculum für die Jahrgänge 5 bis 13 entwickelt. Dieses nimmt in erster Linie überfachliche Kompetenzen in den Blick. Ziel ist, die Schwerpunktsetzung überfachliches und fächerverbindendes Lernen durch Anbindung an die Unterrichtsfächer kontinuierlich fortzuentwickeln, mit dem Alltag zu verzahnen und sich an den Leit- begriffen Verbindlichkeit, Transparenz und Nachhaltigkeit zu orientieren. Methodenkompetenz wird nicht nur im Fachunterricht gefördert, sondern auch im Rahmen fachübergreifender/ fächerverbindender Vorhaben während der MEG-Tage, der Oberstufenprojekttage (s. 2.7), der Klassen- und der Projektwoche (s. 3.1/3.2) sowie in den Modulen 5-7 und den Fachunabhängigen Modulen (8-10).

Im Schuljahresverlauf wird in den Jahrgängen 5 bis 13 am ersten Schultag (Jg. 5: zweiter Schultag) sowie in der ersten Woche des zweiten bzw. vierten Quartals (letztgenannter Termin nur Jahrgänge 5-12) jeweils ein MEG-Tag veranstaltet.

Planung, Vorbereitung und Durchführung ist Aufgabe der Klassenlehrer, in Q1 und Q2 der Beratungslehrer in Absprache mit den Unterrichtenden.

3.4 Teamtage

Zur Stärkung des Klassenverbandes und insbesondere, um den Übergang von der Grundschule zur Gesamtschule bzw. von der Sekundarstufe I zur Gymnasialen Oberstufe zu erleichtern, finden zu Beginn des Schuljahres Teamtage statt, die von den Klassenlehrern der Jahrgangsstufen 5 und 11 geplant und durchgeführt werden.

Im Rahmen der Projektwoche am Ende des Schuljahres findet für die Schüler des 10. Jahrgangs, die die Qualifikation für die Sekundarstufe II erworben haben, ein Seminar zum Thema „Übergang in die Oberstufe“ statt. Neben methodischen Schwerpunkten (s. 3.3) gibt es hier auch erste Möglichkeiten der Orientierung, des Erfahrungsaustausches und auch des Kennenlernens, da zu diesem Seminar ebenfalls die Schüler eingeladen sind, die von anderen Schulen kommen.

4. Fördern und Fordern

Wesentliches pädagogisches Prinzip der Max-Ernst-Gesamtschule ist es, die Schüler in ihren unterschiedlichen Begabungen und Interessen zu fördern und zu ermutigen.

Die einzelnen Bausteine des Förderkonzepts der Max-Ernst-Gesamtschule stellen sich wie folgt dar:

4.1 Neuentwicklung des Förderkonzeptes

Die leitenden Ideen des Förderkonzeptes der Max Ernst-Gesamtschule sind die individuelle Förderung unserer Schüler und deren Hinführung zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortung (ISE).

Jedes Kind soll dabei unterstützt werden, sein jeweiliges Potential entwickeln und möglichst weit ausschöpfen zu können.

Neben der eigenständigen Auseinandersetzung mit Lerninhalten in sogenannten Lerninseln wird auch das projektorientierte und kooperative Arbeiten in den sogenannten Modulen gefördert.

Unter Förderung wird sowohl die Möglichkeit zum Aufarbeiten von Defiziten als auch das Ausbauen von Stärken verstanden.

4.1.1 Die Lerninseln

In den Lerninseln arbeiten die Kinder drei Stunden in der Woche eigenständig und in Stillarbeit an differenziertem Material.

Die Materialien sind von Fachlehrern so ausgewählt, dass die wesentlichen Übungsbereiche der Fächer berücksichtigt sind. Es wird nicht parallel zum Unterricht gearbeitet, sondern an individuellen Übungsschwerpunkten. Dabei gilt das Prinzip der Selbstkontrolle.

Die Klassenlehrer betreuen während dieser Stunden die Schüler ihrer Klasse, um diese in Bezug auf Fächer- und Aufgabenwahl zu beraten. In einer Wochenstunde geschieht dies zudem im Jahrgang 5 in Doppelbesetzung, um Schüler zu unterstützen und zu beraten.

Die Schüler dokumentieren ihre Arbeit im Lerninselordner.

Das erste Quartal im Jahrgang 5 dient mit dem Modul ‚Lernen lernen‘ der Einführung in diese spezielle Lernform.

Ab dem 2. Quartal der 5. Klasse arbeiten die Schüler in den Fächern Deutsch und Mathe- matik, mit dem 3. Quartal kommt Englisch hinzu. Im Fach Englisch sind die Übungen verknüpft mit der Wochenplanarbeit.

Die Lerninselarbeit wird derzeit bereits in den Klassen 5 – 9 durchgeführt.

4.1.2 Module 5 – 7

Ein weiterer Baustein des Förderkonzeptes umfasst die sogenannten Module. Im quartalsweisen Wechsel werden in den Jahrgängen 5 und 6 folgende Bausteine vermittelt:

  • Einführung in die Bibliothek
  • Freies Arbeiten in Naturwissenschaften
  • Einführung in Computerprogramme
  • Offenes Arbeiten (OA)
  • English speaking
  • Fachunabhängiges Arbeiten (FUA)

Die einzelnen Gruppen bestehen aus maximal 20 Schülern und sind klassenübergreifend zusammengesetzt. Die beiden Stunden in der Woche liegen für alle Klassen des Jahrgangs parallel im Stundenplan.

Alle Schüler durchlaufen alle Module im Laufe der Jahrgangstufen 5 und 6. Lediglich dem Modul „FUA“ werden gezielt Kinder zugewiesen. Hier werden Themenbereiche wie z.B. „Starke Jungs“ und „Ordnung ins Chaos“ bearbeitet.

In allen Modulen wird darauf geachtet, dass überfachliche Kompetenzen vermittelt werden. Insbesondere im Offenen Arbeiten werden die Schüler zur Projektarbeit hingeführt. Dies geschieht durch die eigenständige Bearbeitung frei gewählter Themen, zunehmend auch in Partner- und Gruppenarbeit.

Insbesondere wird die Recherche in Bibliothek und Internet eingeübt, und es werden Präsentationstechniken vermittelt, die bei der jeweiligen Vorstellung der Ergebnisse am Ende des Quartals vor der Jahrgangsstufe angewendet werden.

Nach den gleichen Prinzipien sind die Module im 7. Jahrgang organisiert. Diese beschäftigen sich mit den folgenden Themen:

  • Einführung in ein Tabellenkalkulationsprogramm (CALC)
  • Forschen in Naturwissenschaften: Mikroskopieren (NW-Kurs)
  • Einführung in computergestützte Präsentationstechniken (Impress)
  • Theaterspielen in englischer Sprache

4.1.3 Fachunabhängige Module (FuMo)

Ab der 8. Klasse haben die Schüler die Möglichkeit sich ihre Halbjahresmodule aus einem Angebot auszuwählen, das in vier Bereiche unterteilt ist. Die Bereiche, denen die Module zugeordnet sind, gehen über einzelne Fächer hinaus und verknüpfen immer mehrere Schwerpunkte.

Eine ganzheitliche Fördervorstellung ist hierbei die Grundlage, da eine fächerbezogene Förderung bereits existiert.

Hier die Auflistung der Bereiche, denen die einzelnen Module zugeordnet sind:

  • Sport/Musik/Tanz/ Theater
  • Naturwissenschaften
  • Mathematik
  • Technik
  • Kunst, Literatur und Sprache
  • Politik und Gesellschaft

Die Module erstrecken sich in der Regel über ein Halbjahr. Auf eine Mischung der Bereiche im Verlaufe der Schuljahre 8 – 10 wird geachtet.

In 10/2 (2. Halbjahr) erfolgt dann kein weiteres Modul, sondern ein offenes Arbeiten zum Thema: Deutschland nach 1945.

Die bisher erworbenen Kompetenzen im Bereich Methoden und Medien können hier Anwendung finden.

4.2 Soziales Lernen

Das soziale Lernen bildet einen Schwerpunkt unserer Arbeit. Ziel ist, dass die Schüler nicht nur Fachwissen und -methoden erlernen, sondern sich auch im sozialen Miteinander zu kompetenten Partnern entwickeln.

Beim Übergang von der Grundschule in unsere Schule bzw. von der Sekundarstufe I in die Oberstufe begleiten wir unsere Schüler daher durch gruppenbildende Maßnahmen (s. 3.4). Insbesondere die Bildung von heterogenen Tischgruppen und deren Training während des 5. und 6. Schuljahres unterstützen den Gruppenprozess ebenso wie die wöchentlichen Stunden „Soziales Lernen“.

4.2.1 Klassenlehrerprinzip

Unterstützend im Blick auf die Gruppenprozesse wirkt auch, dass die Klassenleitung grundsätzlich von jeweils zwei Lehrern pro Klasse übernommen wird. In der Regel führen sie die Klasse durchgehend vom 5. Schuljahr bis zum Abschluss der Sekundarstufe I.

Das Prinzip der Klassenlehrerzuordnung gilt auch in der Jahrgangstufe 11 (EF). Hier unterstützt ein Klassenlehrer pro Klasse den Übergang in die gymnasiale Oberstufe.

4.2.2 Projekt „Soziales Lernen“

Die Durchführung des Projektes „Soziales Lernen“ nach Christina Großmann im Jahrgang 5 gehört zur Aufgabe der Schülerhilfe (siehe 7.1 Schülerhilfe).

Das „Soziale Lernen“ ist ein absichtsvoller, zielgerichteter, initiierter Lernprozess, der bewusst Einstellungen und Verhaltensweisen ändern und die soziale Kompetenz der Schüler verbessern will.

Eine Stunde pro Woche wird dieses Training während des gesamten Schuljahres in jeder Klasse des 5. Jahrgangs gemeinsam von einem der Klassenlehrer und der Schulsozialarbeiterin durchgeführt.

Ziele sind das Initiieren von gruppendynamischen Prozessen, die Steigerung der sozialen Kompetenz und der Arbeitsproduktivität des Einzelnen und der Klasse. Das „Soziale Lernen“ ist Voraussetzung für effektives fachliches Lernen. Nur wer seinen Platz in der Klasse gefunden hat, hat Kapazitäten frei fürs Lernen.

Zunächst geht es bei diesem Projekt um das gegenseitige Kennenlernen und den Aufbau von Vertrauen.

Anschließend werden verbindliche Normen für den Umgang miteinander festgelegt, Klassenregeln festgeschrieben, der konstruktive Umgang mit Konflikten eingeübt und Verlässlichkeit und gegenseitige Akzeptanz aufgebaut.

Dieses Training findet seine Fortsetzung in der Einrichtung eines Klassenrates. Dieser dient der Einübung und Pflege demokratischer Strukturen und der Förderung der Eigenverantwortung und Selbstständigkeit der Schüler auch im Hinblick auf die Gestaltung des sozialen Miteinanders.

4.2.3 Tischgruppentraining

Die Gliederung der Schule in kleinere überschaubare Einheiten setzt sich in den Klassen der Sekundarstufe I mit den Tischgruppen fort. Innerhalb dieser Kleingruppen werden Maßnahmen der inneren Differenzierung und des sozialen Lernens miteinander verbunden.

Die „Schülerhilfe“ unterstützt die Schüler, die Tischgruppenarbeit in den Klassen 5 und 6 einzuüben.

Außerdem wird in Klasse 5 von Klassenlehrern und Schülerhilfe jährlich ein Tischgruppentag durchgeführt, an dem die Zusammenarbeit in den Gruppen im Mittelpunkt von Gesprächen und Trainings steht.

Die Bildung von Tischgruppen soll die soziale Sicherheit der Schüler gewährleisten und die Etablierung von „Außenseitern“, „Stars“ und „Mauerblümchen“ verhindern. Sie soll die Bereitschaft der Schüler mit unterschiedlichen Fähigkeiten zu gegenseitiger Hilfe fördern und ihre Bereitschaft, in Gruppen zu arbeiten und zu leben, entwickeln.

4.2.4 Gewaltprävention

Die Maßnahmen zur Gewaltprävention stehen unter dem Motto:


Das Leitziel und die oberste Regel an der MEG lautet:

„An unserer Schule gibt es keine Gewalt!“

Als grundlegendes Prinzip gilt: Integration statt Segregation!

Jahrgang Gewaltpräventive Vorhaben
Jahrgang 5
  • Bildung und Pflege stabiler, heterogener Tischgruppen: Regelmäßiges Tischgruppentraining, Tischgruppensprechtag mit den Klassenlehrern
  • Soziales Lernen: wöchentlich im Klassenverband mit Schulsozialarbeiterin und Klassenlehrer
  • Patenschaft durch Schüler der Jahrgangsstufen 8 – 10
  • Gesprächsangebot der Schülerhilfe
  • FUA (Fachunabhängiger Ausgleichsunterricht): z.B. Mädchenpower, Ich – du – wir
  • Selbstbehauptungskurs: Tageskurs mit externem Anbieter
Jahrgang 6
  • Fortführung des sozialen Lernens mit beiden Klassenlehrern
  • Tischgruppentraining mit Schulsozialarbeiterin
  • Gesprächsangebot der Schülerhilfe
  • FUA
Jahrgang 7
  • Soziales Lernen im Rahmen von Klassenlehrerstunden
  • Ausbildung der Paten in der Projektwoche
  • Klassenwoche zum Thema: Selbstbehauptung/Gewaltprävention
Jahrgang 8
  • Soziales Lernen – wöchentliche Stunde mit dem Schulsozialarbeiter und einem Klassenlehrer
  • Klassenrat
  • Ausbildung der Paten in der Projektwoche
  • Patenprojekt (Schüler begleiten den Jahrgang 5 in der Einführungsphase)
  • Kommunikationstraining am Methodentag
  • KVB-Fahrzeugbegleiterausbildung
Jahrgang 9
  • Soziales Lernen – wöchentliche Stunde mit dem Schulsozialarbeiter und einem Klassenlehrer (Klassenrat)
Jahrgang 10
  • Soziales Lernen im Rahmen von Klassenlehrerstunden/ Beratung
  • Klassenrat – bei Bedarf
Oberstufe
  • Teamtag im Klassenverband zum Einstieg in die Oberstufe

alle Jahrgänge bzw. jahrgangsübergreifend

  • 1. Schultag als Klassenlehrertag: Wiederholen der Schul- und Klassenregeln (= 1. MEG-Tag)
  • Ritualisierte Vorgehensweise bei Konflikten: Grundsatz: Wir schauen hin/ „Waffenstillstand“ bis zur Konfliktklärung / Streitschlichtung oder ggf. Hilfe holen bei Erwachsenen /( –) Verschriftlichen des Vorganges aus eigener Sicht / Gespräch mit Schülerhilfe, Klassenlehrer oder Schulleitung
  • SV-Projekt am Welt-AIDS-Tag (1.12.)

In besonderen Konfliktsituationen, die möglicherweise eine ganze Klasse betreffen, werden flexibel Maßnahmen ergriffen. Dabei arbeiten Schülerhilfe und Klassenlehrer eng zusammen.

Als Beispiele hierfür können aus der Vergangenheit genannt werden:

  • Im Fall von Mobbing die Durchführung des „No Blame Approach“ – Verfahrens (Ansatz ohne Schuldzuweisung)
  • Mediation
  • Beratung
  • Theaterpädagogische Tage zum Thema Gewaltprävention

Solche Projekte werden nach Möglichkeit durch den Förderverein der Schule finanziert (s. 6.4).

4.2.4 Einstiegspatenschaften

Zu Beginn eines neuen Schuljahres übernehmen ca. 10 – 12 Schüler des achten bis Jahrgangs eine Patenschaft für die neuen Fünftklässler. Sie werden mit Spielaktionen, Rollen- spielen und Gesprächsrunden in der Projektwoche vor den Sommerferien ausgebildet und begrüßen bereits auf dem Schulfest die neuen Schüler. In der Anfangsphase – bis zu den Herbstferien – bieten sie sich den jüngeren Schülern, zugeordnet zu den neuen Klassen, als Spielleiter und Ansprechpartner an.

4.3 Sprachförderung

Sprachförderung findet in den Stufen 5 – 10 in einer Stunde pro Woche parallel zu den Lerninselstunden (in Klasse 10 zu den Freiarbeitsstunden) statt.

Für die Zuweisung gelten sprachliche Kriterien; ein Migrationshintergrund ist nicht zwingend notwendig.

Ziel der Sprachförderung ist es, Schüler im Umgang mit der komplexen Bildungssprache zu unterstützen und sie zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu befähigen. Dazu werden für die Kurse gezielt Themen ausgewählt, die den Schülern Informationen über und Verständnis für ihre Lebenswelt vermitteln. Diese Themen sollen möglichst auch durch eine Exkursion pro Halbjahr erschlossen werden.

4.4 Übergang in die Oberstufe

Die Fähigkeit zu selbstständigem und selbstverantwortlichem Lernen ist eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen Besuch der Gymnasialen Oberstufe. Am Ende der Jahrgangsstufe 10 besuchen alle Schüler, die voraussichtlich in die gymnasiale Oberstufe unserer Schule wechseln, ein einwöchiges Trainingsseminar. (s. 3.3).

4.5 Fremdsprachenförderung

Menschen, ihre Sprache und Kultur lernt man am besten im direkten Kontakt und Austausch kennen. Aus diesem Grund pflegt die Max-Ernst-Gesamtschule seit vielen Jahren den sprachlichen und kulturellen Austausch mit europäischen Partnerschulen. Es bestehen langjährige Kontakte zu Schulen in Brive/ Frankreich und Nantwich/ England.

Seit 2005 besteht auch eine Partnerschaft mit dem ‚Gymnazium 19‘ in Breslau (Wroclaw) / Polen.

Im Rahmen der Besuche und Gegenbesuche werden jeweils sehr abwechslungsreiche Programme gestaltet, in die in der Regel die Schüler des achten Jahrgangs einbezogen sind.

Eine direkte Förderung der französischen Sprache erfolgt auch durch einen die Sprachprüfung vorbereitenden Kurs für Schüler des 9. Jahrgangs. Auf diese Weise kann das Sprachzertifikat DELF erworben werden.

Ein ähnliches Angebot besteht im Bereich Englisch durch die Vorbereitung auf die Sprachprüfung zur Erlangung des Cambridge Certificates.

Für Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 wird ein Spanisch-Club angeboten.

Zudem werden nach Möglichkeit während der Projektwoche Sprachreisen durchgeführt, in der Vergangenheit z.B. nach Paris oder Barcelona.

4.6 Zertifikatskurse

Zertifikatskurse sind ein Ganztagsangebot im Bereich Übergang Schule – Beruf und somit ein Baustein in unserem Konzept zur Berufsorientierung und -vorbereitung. In diesen Kursen trainieren die Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 fachliche, methodische und /oder persönliche Schlüsselqualifikationen, die für das Berufsleben wichtig sind und deren Einübung über den Lehrplan hinausgehen. Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten die Schüler ein aussagekräftiges Zertifikat, das sie ihren Bewerbungen beilegen können.

Unsere Schule arbeitet mit Kooperationspartnern wie der Sparkassenstiftung-Stiftung Jugend und Medien, dem Handwerkerinnenhaus und der Firma Wefers zusammen.

Aus einem Angebot von 8-10 Kursen wählen die Schüler jeweils einen Kurs pro Jahr, der ca. 7 Doppelstunden umfasst. Auch ein Engagement im schulischen Alltag oder das Erlernen einer zusätzlichen Fremdsprache werden zertifiziert und ersetzen einen Kurs.

Beispiele für Zertifikatskurse aus vergangenen Schuljahren:

Teamtraining für Jungen Digitale Bildbearbeitung bei der SK-Stiftung English for the job
Streitschlichtung Lampenbau (nur Mädchen) im Handwerkerinnenhaus Technisches Zeichnen, Wefers GmbH
Modellbau mit Metall, Wefers GmbH Spanisch Babysitterkurs

5. Beratungsangebote

Das den Beratungsangeboten der Schule zu Grunde liegende Prinzip entspricht der dezentralen Struktur der Schule.

Erste Ansprechpartner bei sehr unterschiedlichen Fragen sind für Schüler und Eltern die Klassenlehrer und darüber hinausgehend auch die jeweiligen Abteilungsleiter. Daneben kann die Schülerhilfe (s.7.1) sowohl in schulischen Belangen als auch bei nichtschulischen oder familiären Problemen ein Hilfsangebot unterbreiten. Falls dazu geraten wird, außerschulische Dienste oder Beratungsstellen hinzuzuziehen, kann die Schülerhilfe auf Wunsch unterstützend und vermittelnd wirken.

Bei speziellen Fragen zur Berufsorientierung und Schullaufbahn sind die jeweiligen Berufs- wahlkoordinatoren die Ansprechpartner.

Um die Beratungsangebote möglichst vor Ort unterbreiten zu können und damit präsent für die Schüler zu machen, ist für die Jahrgänge 5 – 7 bzw. 8 – 10 jeweils ein Beratungslehrer zuständig. Fragen zur Berufsorientierung und Schullaufbahnberatungen werden vornehmlich von den Berufswahlkoordinatoren bearbeitet (s. auch 2.6 Berufsorientierung).

5.1 Beratungsteams für die Jahrgänge 5 bis 7 und die Jahrgänge 8 bis 10

Das Beratungsteam für die Jahrgangsstufen 5 bis 7 besteht aus der Schulsozialarbeiterin, der Abteilungsleitung, einer Sonderpädagogin und der zugeordneten Beratungslehrerin. Das Team trifft sich einmal in der Woche. Sein Aufgabenfeld gestaltet sich wie folgt:


Auch für die Jahrgänge 8 bis 10 bietet ein Team, bestehend aus dem diesen Stufen zugeordneten Schulsozialarbeiter, einer Beratungslehrerin und der Abteilungsleitung, Beratung für Eltern, Lehrer und Schüler an.

In den wöchentlichen Sitzungen der Beratungsrunde für Jahrgänge 8 bis 10 werden kollegiale Fallberatungen und Einzelberatungen von Schülern und Lehrern durchgeführt. Auch die Teilnahme an Beratungs-, Quartals- und pädagogischen Konferenzen ist gewährleistet, ebenso Kooperationskontakte mit außerschulischen Beratungsstellen und Therapieinstitutionen.

5.2 Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Neben den festgelegten Maßnahmen zur Berufsorientierung (s. 2.6) berät die Berufswahlkoordinatorin Schüler ab Klasse 8 und deren Eltern individuell in Bezug auf die Schullaufbahn, den Übergang Schule – Beruf und die Berufskollegs.

Neben diesem innerschulischen Angebot werden auch Kontakte der Schüler zu außerschulischen Partnern und Institutionen vermittelt.

Auch in der Sekundarstufe II dienen feste Bausteine der Studien- und Berufswahlorientierung (s. 2.6), die von einem Berufswahlkoordinator organisiert wird.

6. Kooperationen

Das Netzwerk Schule lebt von der Zusammenarbeit innerhalb der Schulgemeinschaft wie auch von der Kooperation mit außerschulischen Partnern.

6.1 Arbeiten in Teams und Arbeitskreisen

Neben der Zusammenarbeit der Lehrer innerhalb von Jahrgangsteams und Fachgruppen ist auch die kollegiale Zusammenarbeit in Arbeitskreisen und Ausschüssen für die Schulentwicklung ein wichtiger Faktor.

In den Ausschüssen arbeiten interessierte Eltern, Schüler und Lehrer zusammen. Sie werden von der Schulkonferenz beauftragt und bereiten entsprechende Beschlüsse für die Mitwirkungsgremien vor.

Beispiele aus vergangenen Schuljahren

Gewaltprävention Karneval Soziales Engagement
Max-Kultur Gestaltung der Schule Bibliothek
Soziales Miteinander Mensa Suchtprävention

6.2 Schülervertretung (SV)

Die SV ist die Vertretung aller Schüler. Sie vertritt deren Meinungen und Ansichten gegenüber den Lehrern, Eltern und der Schulleitung.

Alle Schüler sind berechtigt an SV-Sitzungen teilzunehmen.

Wahlberechtigt sind jedoch nur Personen, die auf einer Schülervollversammlung gewählt worden sind.

Nur Delegierte der SV ab der 8. Klasse sind berechtigt, an Schulkonferenzen teilzunehmen. Die SV ist dazu verpflichtet, an Ausschüssen, Gremien und Schulkonferenzen teilzunehmen. Die SV ist außerdem dazu verpflichtet, ihre Neutralität gegenüber verschiedenen politischen Parteien zu wahren.

Die gewählten Schülervertreter treffen sich wöchentlich.

Die gewählten Vertrauenslehrer kommen zu diesen Treffen hinzu.

Schulleitung und gewählte SV-Vertreter führen regelmäßig Gespräche zum gegenseitigen Austausch.

Zu den Aktionen der SV im Schuljahr gehören zum Beispiel: Spenden zu sammeln am Welt-AIDS-Tag, Erstellen, Verkauf und Verteilen von Weihnachtskarten in der Schule, eine Osteraktion für die Schüler des 5. Jahrgangs, ein Programm für die älteren Schüler an Karneval. Derzeit arbeitet die SV ein Homophobie-Projekt aus, bei dem es in Zusammenarbeit mit der Organisation ‚Anyway‘ darum geht, Vorurteile gegenüber gleichge- schlechtlichen Paaren abzubauen.

Zu den außerschulischen Aufgaben der SV gehören die Teilnahme an der Bundesdelegiertenkonferenz und die Zusammenarbeit mit der Bezirks- und Landesschülervertretung.

6.3 Zusammenarbeit mit den Eltern

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Lehrern, Schülern und Eltern ist prägender Bestandteil des Schullebens. Sie geht über die Forderungen des Schulmitwirkungsgesetzes hinaus.

Die Struktur unserer Schule ermöglicht interessierten Eltern, in vielen Bereichen Einfluss zu nehmen und bei Entscheidungen Gehör zu finden. Die Eltern sind entsprechend der gesetzlichen Vorgaben in Klassen- und Schulpflegschaft organisiert. Neben dem Klassenpflegschaftsvorsitzenden gibt es einen weiteren gewählten Vertreter. Mitglieder dieses Gremiums sind automatisch auch Mitglieder der Schulpflegschaft. Der Schulpflegschaftsvorstand umfasst bei unserer Schulgröße einen Vorsitzenden und drei gleichberechtigte Vertreter. Die Schulpflegschaft trifft sich zu regelmäßigen Sitzungen, aber bei Bedarf auch kurzfristig und unbürokratisch, um die Durchsetzung von Zielen der Schule und Eltern voranzubringen. Weiterhin steht sie in engem Informationsaustausch und Kontakt zu anderen Gesamtschulen in Köln.

Jährlich durchgeführte pädagogische Elternabende geben Einblick in die aktuellen Schwerpunkte der Schulentwicklung.

Eltern engagieren sich in den Ausschüssen (siehe 6.1).

Die sogenannte „Schlemmerecke“ wird von Eltern alle zwei Wochen durchgeführt. Mit einem Angebot von vollwertigen Leckereien bietet sie einen Anziehungspunkt für viele Schüler.

Auch das gemeinsame Feiern und Erleben ist wichtig. Dies geschieht z.B. beim Projektfest am Ende des Schuljahres oder auch dann, wenn Eltern, Schüler und Lehrer gemeinsam Karneval feiern und bei den ,,Schull un‘ Veedelszöch“ durch die Straßen ziehen.

6.4 Der Förderverein

Viele Eltern sind Mitglieder im Förderverein der Schule. Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung des Fördervereins wird eine Reihe von schulischen Projekten und Veranstaltungen erst ermöglicht.

Aus der Satzung des Fördervereins:

„Zweck des Vereins ist die Unterstützung der Bildungsarbeit der Max-Ernst-Gesamtschule. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Anschaffung zusätzlicher, nicht vom Träger finanzierter Lehrmittel und Ausstattungsgegenstände für die Schule, Zuschüsse zu Klassen- und Informationsfahrten und die Förderung von Schullandheimaufenthalten. Kindern von Eltern mit geringem Einkommen soll durch Zuschüsse des Vereins die Teilnahme an solchen Aufenthalten ermöglicht werden.“

6.5 Vernetzung mit anderen Schulen

Im Interesse unserer Schüler ist eine Zusammenarbeit mit den sie abgebenden Grundschulen erforderlich. Fest vereinbart sind:

  • Eine jährliche Kontaktkonferenz von Grundschullehren und -sonderpädagogen sowie Klassenlehrern und Sonderpädagogen des 5. Schuljahres,
  •  gegenseitige regelmäßige Hospitationen,
  • Mitarbeit der Grundschullehrer bei der Klassenzusammensetzung des neuen 5. Jahrgangs,
  • Tage der ”Offenen Tür” für Schüler, Eltern und Lehrer der Grundschulen,
  • Beratung und Unterstützung durch die Förderschulen der entsprechenden Förderschwerpunkte im Hinblick auf unsere Schüler im Gemeinsamen Lernen.

Daneben findet, wie bereits erwähnt, jährlich ein Schüleraustausch mit der französischen, englischen und polnischen Partnerschule statt.

Kontakte zu einer Schule in Kumasi/Ghana werden aufgebaut. Es wird geprüft, ob daraus eine langfristige Partnerschaft entstehen kann.

Seit 2009 besteht eine Vereinbarung zwischen der Schule und dem Regionalen Bildungsbüro Köln zur Mitarbeit in der Regionalen Bildungslandschaft Köln.

Die schul- und schulformübergreifende Zusammenarbeit in unterregionalen Strukturen dient dem Austausch und der Vernetzung mit anderen Schulen und damit letztlich der Verbesserung der Qualität von Schule und Unterricht.

6.6 Außerschulische Partner

Die Max-Ernst-Gesamtschule arbeitet eng mit städtischen Institutionen, den Kirchengemeinden, gesellschaftlichen Verbänden und Vereinen sowie Betrieben zusammen.

Die Kooperationen unterstützen die Bildungsarbeit vor allem in den Schwerpunkten Kunst, und gesellschaftliches Engagement und Berufsorientierung.

Besonders wichtig sind uns die Partnerschaften im Rahmen der Berufsorientierung. Hier sind zu nennen die Kooperationen mit der Agentur für Arbeit, dem Caritas Jugendbüro in Ehrenfeld, den Kölner Verkehrsbetrieben und dem Handwerkerinnenhaus. Durch das KURS-Programm konnte die Firma Wefers (Klimatechnik) ebenso wie die Bäckerei Newzella als Partner fest verankert werden. Durch dieses Programm stehen wir kurz vor dem Abschluss einer neuen Kooperation mit den Abfallwirtschaftsbetrieben Köln.

Die Kooperation mit dem Caritas-Jugendbüro ermöglicht uns auch eine Teilnahme an zwei Projekten von Ford, die die Vermittlung von Auszubildenden zum Ziel haben.

Gemäß unserem künstlerischen Schwerpunkt als Max-Ernst-Gesamtschule erweitern

Kooperationen im Bereich Kultur die Erfahrungswelt unserer Schüler.

Ein Beispiel hierfür ist sind die von der Initiative ‚Kultur und Schule‘ geförderten Kulturprojekte. Hierdurch wurde eine intensive Zusammenarbeit mit dem Künstler Wilfried Gohsens ermöglicht, durch die seit dem Schuljahr 2009/10 jährlich Fotographie-Kunst-Projekte in unterschiedlichen Stufen durchgeführt werden konnten.

Im Rahmen des Projekts ‚Künste öffnen Welten‘ besteht seit 2014 eine Kooperation mit Coach e.V. und dem Verein ‚Künste öffnen Welten‘. Mit dem Blick auf Ausgleich von Benachteiligung werden hier mit Mitteln des Theaters Projekte zur Sprachförderung und zur Berufsvorbereitung durchgeführt.

Im Rahmen unserer Erziehung zu gesellschaftlichem Engagement können wir auch auf eine Vielzahl an Kooperationspartnern mit unterschiedlichen Schwerpunkten setzen.

So werden wir im Rahmen der MEG-Tage regelmäßig durch folgende Einrichtungen in unserer Arbeit unterstützt: Allerweltshaus (Köln), Peace Brigades International (Hamburg), DGB-Jugend (Köln), Forum Ziviler Friedensdienst (Köln), EL-DE-Haus (Köln), amnesty international (Köln), Open Door International (Köln), Terre Des Hommes (Köln), Evangelische Kirchengemeinde Bickendorf (Köln), Katholische Junge Gemeinde (Köln) .

Die Zusammenarbeit mit der GAG im Stadtteil Bocklemünd hat zum Ziel, die direkte Umgebung als sicher und lebenswert zu erleben. In diesem Zusammenhang sei darauf verwiesen, dass die GAG durch finanzielle Unterstützung seit dem Schuljahr 2011/12 die Gewaltpräventionskurse in der Stufe 5 ermöglicht. Die Stiftung ‚Kompetenz im Konflikt‘ beteiligt sich entsprechend seit 2012 an der Finanzierung der Kurse in der Stufe 7.

Bei der Durchführung der Gewaltpräventionskurse arbeiten wir mit seit Jahren skills4life zusammen.

Mehrfach im Jahr werden Schulgottesdienste gefeiert; Vorbereitung und Gestaltung werden in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden im Religionsunterricht geleistet.

7. Leben in der Schule

Das Leben in der Schule ist meist von unterrichtlichen Aktivitäten geprägt, die überwiegend vom Fachunterricht bestimmt sind.

Das „Miteinander leben“ geht jedoch weit über das Lernen in diesen Strukturen hinaus.

Die Ganztagsschule bietet viele Möglichkeiten des sozialen Miteinanders und der individuellen Förderung.

7.1 Schülerhilfe

Die Schülerhilfe nimmt eine zentrale Rolle im Schulleben ein. Die Schulsozialarbeiter der Schülerhilfe unterstützen die Schüler, ihre schulischen Ziele zu erreichen und helfen auch bei persönlichen Problemen. Sie tragen dazu bei, die Unterrichts- und Freizeitbedingungen zu verbessern. Die Arbeitsschwerpunkte, die innerhalb des Schulprogramms an unterschiedlichen Stellen erläutert werden, lassen sich veranschaulichen:

7.2 Arbeitsgemeinschaften

Jeder Schüler der Stufen 5 und 6 ist Mitglied einer frei gewählten Arbeitsgemeinschaft. Schüler, die aktiv im Vereinssport tätig sind, können von ihrer verpflichtenden Teilnahme an der AG durch die Schulleitung befreit werden. Die Teilnahme ab Stufe 7 ist freiwillig.

Das von den Lehrern betreute Angebot wird teilweise durch Eltern-AGs oder Vereinsangebote ergänzt.

Das AG-Angebot wechselt von Jahr zu Jahr. Als Beispiele aus vergangenen Schuljahren können genannt werden: Upcycling, Fußball, Akrobatik oder Spiele drinnen und draußen.

7.3 Die Schulbibliothek

Die große Bibliothek, die im 2011 fertig gestellten Erweiterungsbau ihren Platz im Zentrum der Schule erhalten hat, hat für alle Schüler – sowohl für die Schüler der Sekundarstufe I als auch für die Schüler der Sekundarstufe II – die Funktion eines Selbstlernzentrums. Die Bibliothekarin ist Ansprechpartnerin für Schüler und Lehrer.

Während der großen Pausen kann die Schulbibliothek als Rückzugsmöglichkeit und Raum zum „Schmökern“ genutzt werden. Auch die Bücherausleihe ist während dieser Zeit möglich.

7.5 Pausengestaltung

Während aller Pausen gilt das Prinzip der offenen Klassen. Die Klassenräume stehen als Ruhezonen für die Schüler zur Verfügung.

Unsere Schule ist umgeben von Grünflächen. Die Schulhöfe bieten Raum für unterschiedliche Spiele (Tischtennis, Basketball, Fußball). Nach Abschluss der Umbaumaßnahmen des E- und C-Traktes sind Neugestaltungsprojekte angegangen worden, wie z.B. die Anlage des Schulgartens in der Projektwoche 2013 und dessen Pflege und Erweiterung im Rahmen einer AG. Als weitere Maßnahmen sollen folgen: die Aufstellung weiterer Fußballtore und die Gestaltung eines Sportplatzes für die Pause.

Die Schülerhilfe bietet ein offenes Freizeitangebot. In den neun Räumen der Schülerhilfe (Gruppenraum, Cafe, Ruheraum, Gruppenküche, Tischtennisraum, Snoozle-Raum, Tanzraum, Billardraum und Büro) bestehen viele Möglichkeiten zu gemeinsamen Aktivitäten oder zur Entspannung. Für die Unter- und Mittelstufe ist die Schülerhilfe täglich in der ersten Pause und in der Mittagspause geöffnet. Für die Oberstufe ist die Nutzung in den Freistunden auf den Billardraum und auf den Raum der Stille beschränkt.

Für die Mittelstufe steht ein Schülercafe mit verschiedenen Möglichkeiten der Pausengestaltung zur Verfügung. Dort kann Kicker gespielt werden kann, man kann sich dorthin aber auch entspannt zurückziehen.

Während der Mittagspause bestehen abhängig von personellen Ressourcen offene Angebote: z.B. Nutzung der Turnhallen und Kunsträume oder ein Angebot zum Musizieren.

Der Oberstufe steht ein (großer) Oberstufenraum als Arbeits- und Aufenthaltsraum zur Verfügung.

7.6 Mensa

An den langen Schultagen besteht die Möglichkeit, im Forum/ Pädagogischen Zentrum der Schule während der Mittagspause eine warme Mahlzeit einzunehmen und das Salatbuffet zu nutzen.

Während der übrigen Pausen ist ein Kioskbetrieb eingerichtet, sodass ein Imbiss eingenommen werden kann.

7.7 MaxKultur

Diesem Ausschuss gehören Eltern, Schüler und Lehrer an. Er organsiert für die gesamte Schulgemeinde ein bis zwei kulturelle Veranstaltungen pro Jahr; so zum Beispiel eine Street-Art-Führung durch Ehrenfeld (2014) oder die Führung „Über den Dächern des Doms“ im Juni 2015.

In besonderem Maße fühlt sich dieser Arbeitskreis dem Anspruch verpflichtet, der sich aus der Verbundenheit mit dem Namensgeber der Schule MAX ERNST ergibt.

8. Ausblick – Arbeitsschwerpunkte

  • Fördern und Fordern

Abschließende Überarbeitung des Förderkonzepts S I mit der Ausweitung auf Klasse 10 im Schuljahr 2016/17

  • Rhythmisierung

Entwicklung eines Modells zur Rhythmisierung unseres Schultages, das den Anforderungen begegnet, die die pädagogische Arbeit mit einer heterogenen Schülerschaft stellt.

  • Gemeinsamer Unterricht

Arbeit an einem Konzept, das die Bedürfnisse aller und jedes einzelnen Schülers in den Blick nimmt.

  • Internationale Klasse

Unterricht und Übergang in die Regelklassen