Oberstufe an der MEG

Wenn Schule Kunst macht, macht Kunst Schule

Der Kunst-Leistungskurs der Max-Ernst-Gesamtschule präsentierte in einer eindrucksvollen Ausstellung die Ergebnisse von nahezu zwei Jahren intensiver künstlerischer Arbeit. Dabei wurden nicht nur die fertigen Werke gezeigt, sondern auch spannende Einblicke in die kreativen Prozesse gewährt: Skizzenbücher und Arbeitsdokumentationen veranschaulichten die Entwicklung der Projekte von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung.

Die präsentierten Exponate aus verschiedenen künstlerischen Bereichen überzeugten durch ihre Vielfalt und inhaltliche Tiefe. Die Ausstellung stieß bei den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern auf große Begeisterung und erwies sich insgesamt als voller Erfolg!

NRW-Talentscouting an der MEG

Beim NRW-Talentscouting kommt einmal im Monat ein Scout an unsere Schule und redet mit Schüler*innen der Q1 und der Q2 über ihre Stärken, ihre Zukunftspläne in Bezug auf ein mögliches Studium, und wie man sie dabei am besten unterstützen kann. Das Talentscouting richtet sich vor allem an Schüler*innen aus Nichtakademiker-Familien und hilft, sich über den Beruf oder die Uni zu informieren oder auch ein Stipendium zu bekommen.

Unsere Schule hat sich im Jahr 2017 dazu entschieden, an diesem Programm teilzunehmen und ist seitdem ohne Unterbrechung dabei. Momentan nehmen insgesamt 17 Schüler*innen aus der Q1 und Q2, die von Lehrkräften unserer Schule dafür ausgewählt wurden, am NRW-Talentscouting teil.

Uni goes to school an der MEG

„Es war sehr interessant, mit Professoren direkt sprechen zu können“ (Gabriel, Q1). „Es war nicht wie eine Vorlesung“ (Robin, Q1), sondern „der Professor hat von seinem Werdegang erzählt und dabei sein Fach nähergebracht“ (Hiyot, Q1).

Solche und ähnliche Aussagen haben Schüler*innen der Q1 und Q2 über eine Veranstaltung getroffen, die zum mittlerweile fünften Mal an der MEG stattgefunden hat: Uni goes to school. Und das ist eben wörtlich zu nehmen: Zwanzig Dozent*innen haben sich aus ihren Hochschulen an unsere Schule aufgemacht, um interessierten Schüler*innen der MEG und anderer Kölner Schulen unterschiedlichste Fachbereiche näherzubringen. Und das Tolle dabei: Es fand ein direkter Austausch statt –  „kein langatmiger Vortrag“ (Henri, Q1). Es waren häufig kleine Gruppen, in denen man ungezwungen den Dozent*innen „Löcher in den Bauch fragen konnte“, wie der Professor für Industrie- und Produktdesign am Ende der Veranstaltung lachend berichtete.

Jeder Teilnehmer hatte die Gelegenheit, an zwei solcher Gesprächsrunden teilzunehmen; das Spektrum der angebotenen Fächer umfasste die unterschiedlichsten Bereiche. Und im Anschluss an die zweite Runde gab es bei einem kleinen Imbiss noch die Gelegenheit zum Smalltalk und weiteren zwanglosen Austausch.

Die MEG ist froh, dass sie als Gastgeberin dieser ungewöhnlichen Veranstaltung fungieren darf und bedankt sich bei der „Bürgerstiftung Ehrenfeld“ und hier insbesondere bei Sophie Willms, Andrej Weissenberger und Dennis Weissenberger für die umfangreiche Organisation. Stellvertretend für viele Schüler*innen betonte Diba aus der Q1: „Es ist eine sehr gute Idee, war gut organisiert und hat mich weitergebracht.“

Exkursion der Q1 nach Weimar

Am 26. und 27. Januar unternahm ein Teil der Q1 gemeinsam mit Frau Grundmann und Herrn Hamm eine Exkursion nach Weimar. Anlass war der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Im Mittelpunkt stand der Besuch der Gedenkstätte Buchenwald auf dem Ettersberg.

Am ersten Tag nahmen wir in zwei Gruppen an einer Stadtführung durch Weimar teil. Dabei wurden uns zahlreiche historisch bedeutende Orte gezeigt, darunter das Goethe-Schiller-Denkmal, das Thälmann-Denkmal sowie das Hotel „Elephant“ am Marktplatz. Ernst Thälmann war ein kommunistischer Politiker der Weimarer Republik und wurde von den Nationalsozialisten verfolgt. Auf dem Balkon des Hotels „Elephant“ hielt Adolf Hitler mehrfach Reden.

Am zweiten Tag besuchten wir die Gedenkstätte Buchenwald. Unser Rundgang begann an der sogenannten „Blutstraße“, die ihren Namen erhielt, weil zahlreiche Zwangsarbeiter beim Bau der Bahnstrecke zwischen Weimar und dem Lager ums Leben kamen. Aufgrund der Wetterbedingungen legten wir den Weg nicht zu Fuß zurück, sondern fuhren mit dem Bus bis zum Gelände. Dort betrachteten wir zunächst das Ende der Gleise. Unsere Historikerin erklärte uns, unter welchen unmenschlichen Bedingungen die Zwangsarbeiter arbeiten mussten. Anschließend sahen wir einen Film mit Zeitzeugenberichten, der die Grausamkeit des Lageralltags eindrücklich verdeutlichte. Im Anschluss erkundeten wir das ehemalige Lagergelände. Dort befanden sich einst die Baracken, in denen die Häftlinge untergebracht waren. Viele Menschen starben hier durch Hunger, Krankheiten oder gezielte Gewalt durch die SS. Am Eingangstor befindet sich bis heute die Inschrift „Jedem das Seine“, die nur von innen lesbar ist und den Gefangenen eine vermeintliche Schuld an ihrem Schicksal zuschreiben sollte. In unmittelbarer Nähe lagen die ehemaligen Arrestzellen, in denen Gefangene gefoltert wurden. Die Baracken waren stark überfüllt – teilweise mussten bis zu 1.800 Menschen auf engem Raum leben. Besonders eindrücklich war der Besuch des sogenannten „Kleinen Lagers“. Dort organisierte der Häftling Antonín Kalina einen Schutzraum für Kinder, um sie vor der Deportation nach Auschwitz zu bewahren. Er täuschte unter anderem eine Typhus-Erkrankung vor, um die SS fernzuhalten. Anschließend besuchten wir die Verbrennungsanlage. Häftlinge mussten dort arbeiten und wurden oft ermordet, um die Verbrechen geheim zu halten.

Zum Abschluss der Exkursion fand eine gemeinsame Reflexionsrunde statt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Exkursion sowohl sehr informativ als auch tief bewegend war. Der Besuch vor Ort ermöglichte ein deutlich intensiveres Verständnis der historischen Ereignisse, als es durch Bücher allein möglich wäre. Besonders die Atmosphäre der Gedenkstätte hinterließ einen nachhaltigen Eindruck und machte das Ausmaß des Leidens der Häftlinge greifbar.

Romfahrt

Endlich war es wieder so weit: In der Projektwoche fuhren wir nach Rom! Da gleichzeitig zwei weitere Sprachfahrten der Oberstufe nach England und Spanien stattfanden, waren wir mit nur zehn Personen eine vergleichsweise kleine Gruppe.

Bereits eine halbe Stunde nach unserer Ankunft in Rom mussten wir unseren ersten Rückschlag hinnehmen: Wir erhielten einen Strafzettel, da wir zwar ein Zugticket hatten, jedoch das falsche. Damit waren wir direkt 140 € aus unserer Reisekasse los. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, gingen wir zunächst essen. Nach etwa einer Stunde Wartezeit wurden wir schließlich auch bedient. Den Tag ließen wir mit einem kurzen Besuch der Spanischen Treppe ausklingen, bevor wir ins Hotel zurückkehrten.

Am nächsten Tag stand eine ausführliche Tour durch das antike Rom auf dem Programm. Insgesamt legten wir etwa 18 Kilometer zu Fuß zurück und liefen uns dabei im wahrsten Sinne des Wortes die Füße wund. Auch Sonnenbrände blieben an diesem Tag nicht aus. Wir besichtigten unter anderem das Kolosseum, das Forum Romanum, den Circus Maximus und das Kapitol, einen der sieben Hügel Roms. Insgesamt war es ein sehr anstrengender, aber zugleich äußerst erfolgreicher Tag.

Der Mittwoch verlief hingegen anders als geplant. Vorgesehen war eine Besichtigung des Vatikans, inklusive Petersdom und Sixtinischer Kapelle. Zwar gelang es uns, den Petersdom zu betreten, und wir konnten sogar einen kurzen Blick auf den Papst erhaschen, der sich unmittelbar vor einer Operation befand. Allerdings konnten wir weder die Kuppel besteigen noch die Sixtinische Kapelle besuchen. Nach einer kurzfristigen Planänderung besichtigten wir stattdessen den Trevi-Brunnen und das Pantheon. Ein besonderes Highlight war für uns zudem der Besuch eines ungewöhnlichen Quietscheentchen-Ladens. Den Tag beendeten wir erneut an der Spanischen Treppe sowie in einem nahegelegenen Park.

Am Donnerstag unternahmen wir einen weiteren Versuch, die Sixtinische Kapelle zu besichtigen. Nach einer Wartezeit von drei Stunden – die wir uns unter anderem mit mehreren Runden „Wer bin ich?“ (mit historischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts) vertrieben – gelang es uns schließlich, die Ausstellung zu betreten. Allerdings wurden wir relativ zügig durch die Räume geführt, sodass der Besuch insgesamt weniger lohnenswert wirkte. Aufgrund der großen Hitze verbrachten wir den Nachmittag am Strand von Ostia. Dort konnten wir uns erholen und den Tag entspannt mit einem Sonnenuntergang am Meer ausklingen lassen.

Am Freitagmorgen besuchten wir die Katakomben an der Stadtgrenze Roms. Dort erhielten wir eine sehr interessante Führung und genossen zugleich die angenehm kühleren Temperaturen. Die verbleibende Zeit stand uns anschließend zur freien Verfügung, die wir unter anderem für ein letztes gemeinsames Eis nutzten. Rückfahrt und Rückflug verliefen glücklicherweise ohne weitere Zwischenfälle – abgesehen von einigen äußerst enthusiastischen Mailand-Fans im Flugzeug.

Fazit: Nach fünf Tagen und insgesamt etwa 86 gelaufenen Kilometern waren wir zwar alle sehr erschöpft, doch die Reise hat sich definitiv gelohnt. Wir hatten viel Spaß, haben zahlreiche beeindruckende Sehenswürdigkeiten kennengelernt und viele wertvolle Eindrücke gesammelt. Eine klare Empfehlung für alle Lateiner!

Max-Ernst-Gesamtschule trifft zwei ehemalige Kongressabgeordnete aus den USA

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Dank der Kooperation mit dem AmerikaHaus NRW e.V. hatten unsere Schüler*innen der Q2 die Möglichkeit, unmittelbar nach den Midterm Elections mit zwei ehemaligen Kongressabgeordneten in einen angeregten Ideen- und Gedankenaustausch zu kommen. Es kamen: Rep. Ben McAdams (Democrat aus Utah, 2019-2021) und Rep. Martha Roby (Republican aus Alabama, 2011-2021).
Unsere Schüler*innen konnten eine fantastische Gelegenheit wahrnehmen, um einen Einblick in das amerikanische politische System zu erhalten, die politische Lage in den USA, insbesondere im Hinblick auf die jüngsten Midterm-Wahlen zu bekommen. Hier einige Schülerkommentare:

  • „Es war wirklich interessant, ehemalige Kongressabgeordnete zu treffen und ihnen Fragen stellen zu können. Das war inspirierend und ist wichtig für die Zukunft!“
  • „Ich fand die Veranstaltung sehr interessant! Es war gut zu sehen, wie das politische System in Amerika funktioniert. Es war toll, dass die Abgeordneten auf Augenhöhe mit uns geredet haben.“
  • “I thought it a great opportunity to meet American congresspeople. I was pleasantly surprised and believe their engagement to be an important arrangement, in this case, for us to understand politics of a country that is not our own, and that American politics are not always as blue and red as they are believed to be.”
  • “Besides the opportunity to get to know more about the American politics from an insider’s view and to get some experience with using our English skills. It was also surprising that the congresspeople were very kind and charismatic while also serving with useful information.”
  • “It was a great chance to finally get some information about the American system that wasn’t just ’Democrats vs, Republicans’. I‘m glad we had the opportunity to hear about their views on some political matters.”

We thank our visitors and wish you all the best! Happy Thanksgiving! Come back soon!

Erfolgreiche Teilnahme am Philosophie-Wettbewerb

 Jedes Schuljahr veranstaltet das Schulministerium gemeinsam mit der Akademie Franz Hitze Haus in Münster einen Philosophie-Wettbewerb, bei dem Schüler*innen der Sekundarstufe II mit einem selbstverfassten Essay zu einem von vier vorgegebenen Themen teilnehmen können. Teilnehmer*innen, die einen gelungenen Essay verfasst haben, erhalten eine Urkunde von der jeweiligen Regional-/Landesjury. Nach einem finalen Bundesentscheid und dem Besuch der Winterakademie in Münster haben die 26 besten Essayschreiber*innen sogar die Möglichkeit, für ein Stipendium vorgeschlagen zu werden.

Unser Schüler Elias Kordt hat sich dieser Aufgabe meisterhaft gestellt und seine philosophische Diskursfähigkeit mit seinem Essay zu der Frage „Brauchen wir heute noch Werte?“ unter Beweis gestellt. Auf gerade einmal vier Seiten hat Elias es geschafft, sich mit einer abstrakten und philosophiegeschichtlich komplexen Fragestellung auseinanderzusetzen. Trotz der komplexen Fragestellung und der vielfältigen Positionen, die es dabei zu beachten gilt, hat Elias scheinbar mühelos relevante Positionen eingearbeitet, diese korrekt kontextualisiert und sinnvoll für seine eigene Argumentation genutzt- und durch neue und hochaktuelle Aspekte bewiesen, wie dringlich die Frage nach Werten für unser heutiges Leben ist! Für seine „interessante und engagierte“ Leistung hat Elias eine Urkunde erhalten, zu der wir ihm ganz herzlich gratulieren!

Erfolgreiche Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Alle zwei Jahre findet der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten statt. Er richtet sich an geschichtsinteressierte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und steht immer unter einem zuvor von der Körber-Stiftung festgelegten Thema. Dieses Mal stand er unter dem Motto „Sport und Gesellschaft“. Es nahmen einige Schüler*innen unserer Oberstufe am Wettbewerb teil, ihre Beiträge wurden eingereicht. Dieses Mal war aber ein Betrag besonders erfolgreich.

Die Arbeit mit dem Titel „Staat macht Sport – Freiheit um jeden Preis? Eine Arbeit über die staatlich gelenkte Sportförderung der DDR“ unserer Schülerin Nada Gavric erhielt einen Förderpreis. Dem ostdeutschen Schwimmer Axel Mitbauer gelang 1969 eine spektakuläre Flucht: Schwimmend durchquerte er die Ostsee und passierte so die Grenze der DDR in die Bundesrepublik. Nada Gavric, selbst begeisterte Schwimmerin, fragt in ihrer schriftlichen Arbeit nach den Beweggründen, die Sportlerinnen und Sportler in der DDR zur ›Republikflucht‹ trieben, obwohl sie in ihrer Heimat sehr populär waren und eine exzellente Förderung erhielten. Die Teilnehmerin gewann Mitbauer persönlich für ein Interview und entschloss sich auch andere Perspektiven geflohener Athletinnen und Athleten einzubringen. Sie interviewte auch Steffi Nerius und Thorsten May. Die verschiedenen Sichtweisen verbindet die Zwölftklässlerin mit Freiheitsbegriffen der Philosophen René Descartes und Jean-Paul Sartre. Abschließend bewertet sie den Machtmissbrauch des SED-Regimes und die fundamentalen Eingriffe in die persönlichen Freiheiten der Menschen als Auslöser für die Flucht der Sportlerinnen und Sportler. Dieser erfolgreichen Arbeit veranlasste die Körber-Stiftung dazu, uns als MEG das Siegel „Erfolgreiche Schule des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten“ zu verleihen. Unsere Schülerin Nada Gavric wurde im Rahmen der Abitur-Zeugnisvergabe für ihre besondere Leistung geehrt.

Erfahrungsbericht eines Schüler über die Teilnahme an der Deutschen Schüler Akademie

‚Akademie‘ kann man nicht erklären, man muss sie erleben. Das erklärte uns unser Akademieleiter am ersten Abend. Er sagte, sie sei eine „Utopie auf Zeit“. Was er damit meinte, verstand ich zu diesem Zeitpunkt nicht. 16 Tage später begriff ich es.

Das erste Abendessen fand in einem geschmückten Saal statt, der ein wenig an die Great Hall bei Harry Potter erinnerte. An den Wänden hingen Gemälde von ehemaligen Rektoren und Internatsleitern der Gaesdonck. Priester und Gelehrte aus den vergangenen Jahrhunderten. Ich schaute in viele fremde Gesichter und unterhielt mich mit Leuten, deren Namen ich nicht kannte. 16 Tage später war mir niemand mehr fremd und wir waren Freunde geworden.

Auf dem parkähnlichen Gelände des Internats befinden sich ein See, eine eigene Kunstsammlung, ein Tonstudio, ein Bildhauer- und ein Maleratelier, zwei Turnhallen, ein Hallenbad, eine Reithalle sowie ein Sportplatz und mehrere Fußball- und Tennisplätze. Das alles war schön. Was aber wirklich zählte, waren die Menschen, mit denen ich die 16 Tage auf diesem Gelände verbrachte.

In diesen 16 Tagen befassten wir uns in unserem Kurs mit dem Thema Klimawandel und Menschenrechte. Fünf Stunden am Tag Kursarbeit, die sich durch interessante Diskussionen und vielfältige Methoden nicht wie Arbeit anfühlten. Den Rest des Tages spielten wir Tennis, Wikingerschach, Ultimate Frisbee, schauten uns Bundestagsdebatten an und spielten Werwolf oder Powerpoint-Karaoke. Andere spielten Fußball, sangen im Chor, spielten im Orchester und falteten Origami. Abends tanzten wir, machten zusammen Yoga, spielten Volleyball, schauten in die Sterne, sangen am Lagerfeuer oder backten gemeinsam. Oft bis tief in die Nacht. Immer im Bestreben, die gemeinsame Zeit auszuschöpfen und zu genießen.

Was ist nun gemeint mit Utopie auf Zeit? Die zeitliche Begrenzung erklärt sich von selbst: 16 Tage. 16 Tage, die sich in der Erinnerung häufig wie zwei Monate anfühlen. Utopie im Sinne der Akademie meint, alle Sorgen und Probleme und alles was ‚Außen‘ geschieht für die Zeit der Akademie zu vergessen. Die Akademie schafft den unbeschwerten Rahmen dafür, dass Schülerinnen und Schüler aktiv, kreativ und sportlich sein können. Außerdem schafft sie Raum für Gemeinschaft. Gemeinschaft, für die man in dieser intensiven Form im Leben selten Zeit und Raum hat. Jugendliche, die alle Probleme für einen Moment vergessen, Gemeinschaft leben und sie selbst sein können, das meint Utopie.

Ich habe wertvolle Erfahrungen und einzigartige Erinnerungen sammeln dürfen. Zudem Impulse, Ideen und Perspektiven für die Zukunft und meinen weiteren Lebensweg. Vor allem aber wertvolle Freundschaften. Danke an alle, die mir diese unglaublich schöne Erfahrung ermöglicht haben. Ich rate jedem, dem diese Möglichkeit angeboten wird, das Angebot anzunehmen.

Die Deutsche SchülerAkademie ist ein Programm von Bildung & Begabung. Sie wird durch verschiedene Stiftungen sowie den Bund und die Länder gefördert. Jeden Sommer werden mehrere meist 16-tägige Akademien an verschiedenen Standorten in Deutschland veranstaltet. Eine Akademie besteht aus ca. 6 Kursen mit jeweils etwa 16 Teilnehmenden und je zwei Leitenden, sowie der Akademieleitung und einem Musiker. Während der Akademien arbeiten Jugendliche in Kursen zu verschiedenen wissenschaftlichen Themen zusammen. Neben der Kursarbeit werden vielfältige musische, sportliche und andere kursübergreifende Aktivitäten und Informationen zu verschiedenen Studiengängen angeboten. Den Rahmen dafür schafft die Akademieleitung, die Schülerinnen und Schüler gestalten die Akademie.

Elias Kordt

Auszeichnung für die Max-Ernst-Gesamtschule als Schule im NRW-Talentscouting

In einem feierlichen Rahmen wurde der MEG – neben acht weiteren Kölner Schulen – an der Universität zu Köln eine tolle Auszeichnung zuteil: Prof. Dr. Stephan Michael Schröder, Prorektor für Akademische Karriere und Chancengleichheit an der Universität zu Köln, überreichte uns eine Plakette für die mittlerweile fünfjährige erfolgreiche Teilnahme am Programm NRW-Talentscouting.

Von Prof. Schröder nahmen (auf dem Bild von links nach rechts) unser SII-Abteilungsleiter Jörg Finsterbusch, die beiden Q2-Schüler Elias Kordt und Lena Köster, die beiden Studien- und Berufswahlkoordinatoren Jürgen Hamm und Katrin Peetz sowie die ehemalige Schülerin Ayse Hendem die Plakette entgegen; ganz rechts steht Frau Pfeifer, die als Scout regelmäßig an die MEG kommt.

In mehreren Reden hoben ehemalige und aktuelle Talente die Motive des Programms hervor: Entdecken, stärken und begleiten von Talenten in der SII, d.h. von Schüler*innen, die sich durch sehr gute Leistungen im schulischen und außerschulischen Bereich, erhöhte Leistungsbereitschaft u.ä. hervorheben. Mithilfe von Frau Pfeifer, die einmal im Monat zu individuellen Gesprächen an unsere Schule kommt, werden die Talente über einen längeren Zeitraum bis ins Studium oder die Berufsausbildung begleitet.

Das Programm richtet sich prinzipiell an alle Schüler*innen der SII, vor allem aber an solche, die aus Familien kommen, in denen schwierige Lebenssituationen verhindern, dass Jugendliche ihre Fähigkeiten ausschöpfen können. Besonders motivierten Schüler*innen winkt nach erfolgreichem Abitur sogar ein Studienstipendium.

Aktuell befinden sich fünf Schüler*innen der Q2 und neun Schüler*innen der Q1 im Talentscouting-Programm. Im kommenden Halbjahr werden EF-Schüler*innen aufgenommen werden können. Wir freuen uns auf weitere und hochmotivierte Talente!